| Verkehrsgruppe der SP6 Zürich |
| Neue Wege und Räume für Zürich? |
von Fabio Meyer
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Am 1. April 2005 hat der Zürcher Regierungsrat
zusammen mit der Stadtregierung und Vertretern
vom Bund das 'neue'Verkehrskonzept für die Stadt Zürich vorgestellt.
Das Projekt hat bereits kurz nach der Präsentation
hohe Wellen geworfen. Von totaler Ablehnung
bis zu Rufen nach noch mehr Anschlüssen
und Tunnels sind alle möglichen Reaktionen von
den verschiedenen Parteien, Verbänden und
Gruppierungen zu hören.
Auch in der SP klaffen die Meinungen stark auseinander.
Während sich unsere Vertreter im
Stadtrat klar hinter das Projekt stellen, ist vor
allem an der Basis mit starkem Widerstand zu
rechnen. In einem Punkt sind sich jedoch alle
einig: mehr Strassen erzeugen mehr Verkehr.
Die Projektstudie geht von 19% Mehrverkehr auf
dem Städtischen Strassennetz aus. Dieses
Mehraufkommen möchten die Initianten durch
die gern zitierten - Flankierenden Massnahmen -
in geregelte Bahnen lenken. Leider sind diese in
der Projektstudie nur sehr vage oder gar nicht
erläutert. Das Projekt besteht im Wesentlichen
aus den zwei Tunnels Stadttunnel und Waidhaldentunnel,
und den dazugehörenden Massnahmen:
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1.Stadttunnel mit Westast
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1.1 Stadttunnel
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Der Stadttunnel soll Sfr. 2.2 Milliarden
kosten und führt 4-spurig von der Brunau im Süden
bis zum Neugut (Dübendorf) im Norden von Zürich.
Der Tunnel erhält einen Anschluss beim Sihlhölzli und eine Einfahrt beim Sihlquai.
An dieser Stelle ist keine Ausfahrt geplant. Dieses Projekt
soll den Autobahnring 'um' die Stadt Zürich schliessen
und gleichzeitig den Abbruch der Sihlhochstrasse ermöglichen.
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| 1.2 Westast |
| Wie heute führt diese Verbindung
vom Stadion Hardturm über die Pfingstweidstrasse
auf die Hardbrücke und anschliessend zum Sihlquai.
Statt auf dem Sihlquai fährt man in Zukunft dreispurig
unter dem Sihlquai weiter. Beim Zipfel des Platzspitzes
wird der Westast unterirdisch mit dem Stadttunnel
verbunden. Die im Projekt vorgesehene Tieferlegung
des Sihlquais ermöglicht es, in diesem Gebiet
eine neue Flusslandschaft mit Park zu kreieren.
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2. Waidhaldentunnel
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| Der Waidhaldentunnel soll
aus Verkehrs- und Gewässerschutzgründen
in der sog. 'Variante Lang' gebaut
werden und verbindet den Bucheggplatz auf der Höhe
der 'Toni-Molkerei' mit der Hohlstrasse. Dieses Projekt
kostet weitere sFr. 350 Millionen und soll den Rosengarten
entlasten, welcher heute unter einer enormen
Verkehrsflut leidet. Als Optionen sieht das Konzept
eine Abzweigung vom Stadttunnel zur Burgwies und zum
Tiefenbrunnen sowie einen Anschluss mit dem Parking
bei der Kasernenwiese vor. Aufgrund der kontroversen
Meinungen wird das Projekt sicherlich noch viel Anlass zu Diskussionen geben.
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