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| Geforderte Massnahmen an der Westtangente |
Webcam Hardbrücke
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Medienmitteilung der Verkehrsgruppe der SP6 und SP10
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Eine Medienkonferenz vom 1.4.2005
mit vielen unbeantworteten
Fragen - das ist das vorläufige Fazit aus Sicht der
Verkehrsgruppe der SP6 und SP10 zu den neualten
Vorschlägen der Baudirektorin Fierz zur sogenannten Lösung
der Verkehrsprobleme in und um die Stadt Zürich.
Präsentiert wurde ein hilfloser Wiederbelebungsversuch
an einem Planungsfossil aus dem letzten Jahrtausend,
angereichert durch einige durchaus wertvolle
Elemente der Stadtreparatur. Neu ist auch ein ausgefeiltes
verbales Bekenntnis zu Lebensqualität und
Nachhaltigkeit - dieses wird immer im Widerspruch bleiben
zur durch den Stadttunnel generierten Zunahme des
motorisierten Individualverkehrs von 19%.
Von den Forderungen des runden Tisches
Verkehr Zürich-West wurde gerade mal die Forderung
nach einem Waidhaldetunnel aufgenommen,
aber nicht um die Hardbrücke
abbrechen zu können sondern um Kapazität für
den West-Ast zu schaffen. Der Preis für die dadurch
erreichte Entlastung der Rosengartenstrasse sind
eine massive Verkehrszunahme im Kreis 5 und
zwei weitere Tunnelportale von Hochleistungsstrassen
in zwei attraktiven Stadtquartieren.
Wir fordern die Offenlegung der Untersuchungsergebnisse
über die Auswirkungen in ökonomischer, sozialer und
ökologischer Hinsicht damit die Beurteilung von
Vor- und Nachteilen des Kapazitätsausbaus
breit diskutiert werden kann.
Einen schwierigen Hochseilakt hat Stadtrat
Waser zu leisten, der verlangt, dass die Fehler
beim Bau der Nordumfahrung nicht wiederholt werden.
Er fordert auch die Einhausung Schwamendingen,
keine Verzögerungen beim Ausbau des ÖV
und zusätzliche Lenkungsinstrumente wie 'road pricing' als
notwendige Voraussetzungen für eine
Zusammenarbeit mit Kanton und Bund.
Es ist zu befürchten, dass die Ankündigung dieser
grossartigen und nicht finanzierbaren Projekte
die Realisierung von dringendst
notwendigen Sofortmassnahmen verhindert.
Und möglicherweise wird schon vor dem Jahr 2015 wird das Problem
Verkehrsentwicklung bedingt durch die dauerhafte
Verknappung und Verteuerung des
Erdöls die heutigen Einschätzungen drastisch verändern.
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Wir glauben nicht, dass die
Westumfahrung mit dem Üetlibergtunnel zu einer
Entlastung der Westangente führt. Wir fordern
deshalb Massnahmen zur Reduktion des Verkehrs an der Westtangente.
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| Einwendung zum Kantonalen Richtplan Verkehr |
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Der Richtplan ist das Resultat einer folgenschweren
Fehlüberlegung:
Die im Richtplan vorgeschlagenen Infrastrukturmassnahmen
(insbesondere die neuen Hochleistungsstrassen) werden nicht
dazu beitragen, den erwarteten erhöhten Motorisierten
Individualverkehr (MIV) zu bewältigen; der Mehrverkehr wird im
Gegenteil durch diese Massnahmen entscheidend begünstigt
oder gar ausgelöst werden.
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Als Folge dieser Fehlüberlegung folgt praktisch der gesamte
Richtplan einer einseitig auf den MIV ausgerichteten Sichtweise.
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Insbesondere sollen gemäss dem vorliegenden Richtplan-Entwurf die
Tangentialverkehrsfunktionen fast ausschliesslich durch den MIV und durch neu zu
erstellende Hochleistungsstrassen bewältigt werden. Der öffentliche Verkehr (ÖV)
spielt in diesen Überlegungen eine völlig untergeordnete Rolle.
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Der Fuss- und Veloverkehr wird im Richtplan völlig vernachlässigt. Auch für diese
Mobilitätsformen sind Konzepte zu entwickeln und entsprechende Infrastrukturen
zu planen.
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Verschiedene Grenzwerte werden bereits heute teilweise massiv überschritten.
Wir fordern, dass der Einhaltung dieser Grenzwerte oberste Priorität zukommt.
Sämtliche Infrastrukturen müssen so geplant werden, dass die geltenden
Grenzwerte eingehalten werden können. Es kann nicht sein, dass die - freie Fahrt
- für den MIV auf den Tangentialachsen höher gewichtet wird als die Gesundheit
der StadtbewohnerInnen.
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Ein Rückgang des MIV-Aufkommens (z.B. als Folge der in einigen
Jahren zu erwartenden Ressourcen-Knappheit) findet im Richtplan keine
Berücksichtigung. Es fehlen jegliche Konzepte für ein derartiges Szenario; der
Richtplan geht einseitig von einer - weder ökologisch sinnvollen noch die
Lebensqualität der StadtbewohnerInnen berücksichtigenden - massiven Zunahme
des MIV aus.
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