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Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH
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Jahresbericht 2010
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von Simone Buchmann,
SAH-Delegierte und Vorstandsmitglied SP6
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Bis im letzten Jahr hatten Einzelmitglieder des
Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SAH) an der
Delegiertenversammlung kein Stimm-, lediglich
ein Antragsrecht. Stimmrechte hatten nur die
Kollektivmitglieder (so auch die SP6). Das SAH
hat sich entschieden, einen wichtigen Schritt zu
tun und auch den zahlreichen Einzelmitgliedern
ein echtes Mitspracherecht zu gewähren. Denn
die Einzelmitglieder sind in ihrer Gesamtheit
eine wichtige Stütze für die Arbeit des SAH. Die
Delegierten sprachen sich am 12. Mai 2009 für
eine Neuregelung mit entsprechender Statutenänderung
aus, bei der eine adäquate Gewichtung
zwischen Kollektiv- und Einzelmitgliedern
berücksichtigt bleibt. So erhalten Einzelmitglieder
neu je eine Stimme, kantonale und
lokale Organisationen je fünf Stimmen, nationale
Organisationen je zehn Stimmen und die
Gründungsmitglieder SP Schweiz und SGB je
fünfzig Stimmen.
In seiner Rede stellte SAH-Präsident Hans-Jürg
Fehr fest, dass das SAH in seinen eigenen
Reihen leider - zu wenig bekannt sei. Wenn
jedes SP-Mitglied und jedes Gewerkschaftsmitglied
pro Jahr einen Franken spenden würde,
so rechnete er vor, wäre dies für eine
Organisation wie das SAH eine relevante Grösse.
Um die Arbeit des Hilfswerks an der eigenen
Basis bekannter zu machen, geht das SAH
vermehrt Projektpartnerschaften ein. So arbeitet
das SAH bei der im Jahr 2008 lancierten
Kampagne KEHRSEITE eng mit der SP zusammen.
Die Kampagne verlangt, dass die öffentliche
Hand bei der Beschaffung von Gütern
soziale Produktionsstandards einfordert. Das
SAH liefert die Hintergrund-Infos und das
Kampagnenmaterial die SP-Sektionen arbeiten
auf der politischen Ebene mit Vorstössen in
ihren Gemeinden. Im Oktober 2008 hat die SPFraktion
dem Stadtrat ein dringliches Postulat
überwiesen. Dieses verlangt, dass sich
LieferantInnen und LeistungserbringerInnen
vertraglich verpflichten müssen, bei der
Ausführung von öffentlichen Aufträgen die Bestimmungen
der Internationalen Arbeitsorganisation
(IAO) und die nationalen Gesetze einzuhalten.
Grosse Aktualität wird in diesem Jahr
noch einmal die Kampagne FAIR GAMES FAIR
PLAY erhalten. Zusammen mit der Unia setzte
sich das SAH im Vorfeld der Fussballweltmeisterschaft
2010 dafür ein, dass diejenigen BauarbeiterInnen,
die derzeit Südafrikas Stadion-
Infrastruktur auf Vordermann bringen, für ihre
Arbeit einen Existenz sichernde Löhne bezahlt
bekommen. Im Laufe der Kampagne konnten
südafrikanische Gewerkschaften rund 10'000
Neumitglieder gewinnen. FIFA-Präsident Sepp
Blatter nahm am 11. März 2008 ein Memorandum
für menschenwürdige Arbeitsbedingungen
entgegen und erklärte sich bereit, sich bei der
südafrikanischen Regierung für die Anliegen der
Stadionarbeiter einzusetzen.
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Das SAH fordert:
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Die Schweiz muss sich auf multinationaler
Ebene (Weltbank, IWF etc.) dafür einsetzen,
dass menschenwürdige Arbeit für alle in die
Strategien zur Armutsbekämpfung aufgenommen
wird.
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Die Schweiz muss in internationalen Handelsabkommen
mit der WTO darauf pochen,
dass deren Auswirkungen auf Quantität und
Qualität von Arbeitsplätzen berücksichtigt
werden.
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Bund, Kantone und Gemeinden müssen
ihre Lieferanten verpflichten, dass ihre Produkte
zu fairen Bedingungen hergestellt
wurden.
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