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SP6 Mitgliederversammlung vom 25. August 2008 mit dem
Autor Hans Kissling.
von Nicola Behrens
In der Schweiz sind klare Tendenzen in Richtung
einer Re-Feudalisierung der Gesellschaft zu erkennen.
Erstens werden - genau wie im Feudalismus
- gigantische und ständig wachsende Vermögen
vererbt. Es geht dabei um Vermögen in
einer Grössenordnung, die den Reichtümern von
mittelalterlichen Fürsten in nichts nachstehen.
Die jetzt schon hohe Konzentration der Vermögen
bei den Superreichen nimmt dadurch noch zu.
Zweitens beziehen die Erben aus den geerbten
Megavermögen hohe Einkommen, ohne dafür irgendeine
Marktleistung erbracht zu haben.
Hohe regelmässige Einkünfte ohne eigene Leistung,
auch das ist ein Merkmal des Feudalismus. Der
viel gepriesener Leistungswettbewerb wird so ausgehebelt.
Es ist nur noch die Unter- und Mittelschicht,
die sich dem Leistungswettbewerb aussetzen
muss. Bei den Nachkommen der Reichen
fallen hohe Einkommen an, ohne dass sie sich
dem Leistungswettbewerb unterwerfen müssen.
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Reichtum ohne Leistung
Die Feudalisierung der Schweiz
Autor Hans Kissling, ehemaliger Leiter des Statistischen Amtes des Kantons Zürich.
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Die Feudalisierung der Schweiz,
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