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Ehrung und Gratulation Antonio Quandranti
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Wir von der SP 6 gratulieren Dir auch, Antonio!
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Von Nicola Behrens Co-Präsident SP6
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Am 25. Oktober 2009 veranstalteten die Institutionen
der sozialistischen spanischen Emigration
in Zürich einen Festakt zu Ehren unseres
Sektionsgenossens Antonio Quandranti im Café
Boy. Einen konkreten Anlass für diese Ehrung gab
es nicht, aber Gründe dazu alleweil.
Unser Sektionsmitglied aus dem Tessin nahm
anfangs der 1960er Jahre mit der durch das
Franco-Regime verfolgten sozialistischen
Emigration den Kontakt auf. Da er perfekt spanisch
sprach, rutschte er zuerst in die Rolle des
Dolmetschers und immer mehr in diejenige des
solidarischen Mitstreiters hinein. Er half nicht nur
einzelnen Flüchtlingen und Fremdarbeitern aus
Spanien, sondern war direkt an der Gründung
und am Aufbau der ihn jetzt ehrenden Institutionen
beteiligt: Der Zürcher Sektion des Union
General de Trabajadores UGT, der ersten von
später zwölf Sektionen der sozialistischen
Gewerkschaft in der Schweiz. Hier und beim sozialistischen
Kulturverein Ateneo Popular und bei
der Zürcher Sektion des Partido Socialista Obrero
Espanol PSOE übernahm Antonio führende
Positionen. Er füllte diese Funktionen aus und
beschränkte sich nicht nur auf die Rolle des
Strohmanns für die spanischen Genossen und
Genossinnen, die sich wegen des Verbots der
politischen Betätigung von Ausländern in der
Schweiz nicht exponieren durften.
Natürlich wurde Antonio deshalb vom Staatsschutz
überwacht. Das dauerte von 1965 bis
1981. Wir erfahren aus den Akten, dass Antonio
schon 1966 am 1. Mai als Redner in spanischer
Sprache mitgewirkt hat. Dutzende weitere - bewilligte
und unbewilligte - Protestaktionen gegen das
Franco-Regime folgten.
Nicht mitbekommen haben die Geheimdienstler,
dass sich Antonio auch in Spanien mit dem
Schmuggel von Waren, etwa Gelder für streikende
Bergarbeiter in Asturien, und der Verbreitung von
Informationen enormen Risiken ausgesetzt hat.
Oder dass Antonio - intensiv aber leider erfolglos -
versucht hat, auch in Rumänien ein solches Widerstandsnetz
aufzubauen.
Antonio war aber nicht nur der "Spanier" in der
SP, er bekleidete auch das Präsidium der Tessiner
Sektion der SP der Stadt Zürich - das gab es
tatsächlich einmal. Und es wird davon berichtet,
dass es kaum eine Delegiertenversammlung ohne
Wortmeldung von Antonio gegeben habe. Antonio
hat sich auch in der Auseinandersetzung in
der SP zur Ausländerfrage stark engagiert und
wurde 1981 als einer der fünf Vertreter der ausländischen
Gruppierungen in die eidgenössische
Kommission für Ausländerprobleme gewählt.
Wir haben also allen Grund, uns der Gratulation
unserer spanischen Genossinnen und Genossen
anzuschliessen.
Momentan befindet sich Antonio auf einer Gratulationstour
in Spanien, wo er der Parteiführung
des PSOE begrüsst und geehrt werden wird. Viele
kennt er ja. Sollten wir Ihn deshalb in diesem Jahr
nicht mehr sehen, so reichen wir gleich die
nächste Gratulation nach: Am 28. Dezember
2009 feiert er seinen 75. Geburtstag. Lieber
Antonio, auch dazu wünschen wir Dir alles Gute
und drücken Dir - vor allem für Deine Gesundheit
- ganz fest die Daumen!
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